Barockes Schlosshotel am Ufer der kleinen Donau
nser Hotel und Restaurant befindet sich in malerischer Umgebung direkt am Ufer der kleinen Donau in Ráckeve, ca. 45 km südlich von Budapest. Das Hotel bietet Erholung und Entspannung für Einzelreisende und Reisegruppen.
Die angenehme Atmosphäre, unsere Veranstaltungsräume und unser Serviceteam sind ideal für Konferenzen, Empfänge, Workshops, Tagungen, Familienfeste und Hochzeiten, die an einem außergewöhnlichen Ort stattfinden sollen.
Unterkunft finden Sie in unseren 30 hellen und geräumigen Hotelzimmern.
2 Tennisplätze im Schlosspark und die kleine Donau direkt gegenüber des Schlosshofes, bieten Ihnen aktive Erholungsmöglichkeiten durch schwimmen, rudern, angeln und andere Wassersportaktivitäten. In der Nähe des Hotels gibt es ein Thermal- und Wellnessbad, einen Reiterhof sowie Rad- und Wanderwege die auf Ihre Erkundung warten.
Wir hoffen, dass wir Ihr Interesse an einem unvergesslichen Aufenthalt bei uns geweckt haben und freuen uns, Sie, Ihre Familie oder Geschäftspartner herzlichst bei uns als Gast begrüssen zu können!
die Mitarbeiter und Management vom Schlosshotel Savoyai
Herr Martin Reich
Hotelleiter
Herr Béla Petre
Restaurantleiter

Name des Bauwerks: Schloss Savoyen
Adresse: Kossuth Lajos u. 95 2300 Ráckeve, Ungarn
Bauzeit: 1702–1722
Type of Monument: barockes Lustschloss (maison de plaisance)
Architekt: Johann Lucas (Lukas) von Hildebrandt (1668–1745)
Bauherr: Prinz Eugen von Savoyen (1663–1736)
Geschichte: Prinz Eugen von Savoyen erwarb 1698 die Csepel Insel und beauftragte den jungen Johann Lucas von Hildebrandt, ein Schüler von Carlo Fontana aus Rom und später selbst ein hervorragender Meister des Barocks in Wien, mit der Aufgabe ein sogenanntes maison de plaisance, ein ländliches Herrenhaus zum Vergnügen (Lustschloss), zu entwerfen, welches dem Prinzen Privatsphäre schaffen sollte. Sieben Briefe von Hildebrandt an den Prinzen, die in den Archiven der Gonyaga Familie in Mantua liegen, offenbaren wichtige Informationen über die Planung und Konstruktion in Ráckeve, als auch die Vorgaben des Prinzen. Die Pläne selbst mögen Ende 1701 oder Anfang 1702 vervollständigt worden sein. Die Briefe, die die Details der Pläne des Hauptgebäudes einschließen und auch der Seitenflügel und die des Gartens, lieferten eine hinreichende Basis um mit der Planung zu beginnen. Die Seitenflügel wurden 1714 vollendet und der ganze Bauprozess wurde zwischen 1720 und 1722 fertig gestellt. Allerdings residierte der Prinz nie im Ráckeve´er Schloss nachdem es fertig gestellt wurde, und nach seinem Tod machte sich die Krone das Anwesen zum Eigentum.
Unter der Regierung Maria Theresia von Österreich wurden das Herrenhaus und das dazugehörige Land in Csepel von der ungarischen Botschaftskanzlei verwaltet. 1814 fiel der Mittelteil des Herrenhauses zusammen mit der stattlich barocken Kuppel einem Feuer zum Opfer; dieser Teil wurde nach der Zerstörung wieder aufgebaut. Bis zur Restauration in den 1980er Jahren erleidete das Schloss allerdings einen dauerhaften Verfall.
Architektur:
Das maison de plaisance des Prinzen Eugen von Savoyen besteht aus einen einstöckigen Hauptgebäude und eingeschossigen Seitenflügeln. Die U-förmige Konstruktion wurde durch Ställe erweitert, die zusammen mit dem Hauptgebäude und den Seitenflügeln den sogenannten Ehrenhof bilden. Der achteckige Salon in der Mitte des Hauptgebäudes war einst von einer stattlichen Mansardenkuppel in der Form eines türkischen Zelts gekrönt – dargestellt in L. F. de Rosenfelt’s Karte von Csepel (1728) – heute ist der Salon gekrönt von einer einfacheren, klassisch geformten Kuppel.
Das zentrale Gebäude, welches durch einen Saal zum Innenhof führt, wird durch zwei Seitenflügel flankiert. Die Abfolge der Räume entspricht dem damalig zeitgemäßen französischen Stil; es besteht eine sehr große Ähnlichkeit zwischen diesem, und dem Schloss Vaux-le-Vicomte. Der Weg vor dem Hauptgebäude ist in Wirklichkeit eine Einfahrt und soll mit seinen drei Öffnungen zum Garten einem Triumphbogen darstellen. Der Durchgang ist geteilt nach dem Vorbild antiker griechischer Kapitäle. In einem ovalen Rahmen über den beiden Seitentoren befinden sich die Büsten von Mars und Minerva. Das am meisten beeindruckende Merkmal der Hauptfassade ist die Staturen-Galerie am Sims, bestehend aus (von links nach rechts): Flora, Merkur, Herkules und Antaeus, Jupiter, Herkules (noch einmal), Minerva, Saturn, Aeneas und Anchises, Neptun und Diana; es ist auffallend, dass all diese sich auf die Tugenden des Prinz Eugen von Savoyen beziehen.
Die Hauptfassade endet mit einem Tympanon, dass das Wappen der Familie Savoyen zwischen zwei Löwen einrahmt. Die leierförmigen Fenster, die entlang des ersten Stocks verlaufen, sind auch ungewöhnlich. Architektonische Details ähneln oder zeigen zumindest die Beeinflussung durch Andrea Palladio und Francesco Borromini, und anderer italienischer Meister. Während die eingeschössigen Seitenflügel etwas einfacher gestaltetet sind, ähnelt die Fassade des Herrenhauses, welches zum Garten hin ausgerichtet ist, der Hauptfassade ohne dem Kuppelsaal. Die meisten der originalen Innenbögen des Herrenhauses wurden über die Jahre baufällig. Die Schönheit der originalen Deckengestaltung im Salon, sind anhand einiger weniger verbliebener Stuckreste in anderen Räumen, nachträglich rekonstruiert worden. Diese Verzierungen können mit den Arbeiten von Santino Bussi, die man in vielen Wiener Palästen findet, verglichen werden.